YIN und YANG sind übergeordnete Prinzipien, d.h. sie stellen zwei Aspekte von Materie und Energie (=Funktion) dar.
Yin und Yang schließen sich sowohl gegenseitig aus, als sie sich auch gegenseitig bedingen, sie sind gegenseitig ineinander enthalten, was die MONADE versinnbildlicht.
Das bedeutet: sie bedingen einander (Licht - Schatten), sie stehen zueinander im Gegensatz (Außen - innen), sie gehen ineinander über (Tag - Nacht) und sie sind ohne das andere nicht existenzfähig (keine Funktion ohne Substanz, keine Nacht ohne Tag etc.).
Das "Ineinanderübergehen" lässt sich an Beispielen beschreiben: Wenn das Yang am größten ist, dann ist das Yin am kleinsten, dann beginnt das Yin zu wachsen und umgekehrt. Am Übergang Nacht - Tag heißt das beispielsweise: Um die Mittagszeit beginnt der Tag "zu altern", die neue Nacht beginnt.
Yang bedeutet grundlegend: männlich, aktiv, nach außen gehend, Himmel, Wärme, Sonne, Geist, Funktion ...
Yin bedeutet grundlegend: weiblich, passiv, "im Haus bleiben", Innen, Erde, Kälte, Mond, Substanz ...
Für die Körperdarstellung und die Medizin per se bedeutet dies:
YIN ist das Symbol für Morphologie, Masse, Unter-(Funktion), Parasympatikus, Innenseite, unten, materiell, rechts, Wasser, Winter, Nacht, Mangel, leise, innere Organe relativ zu vergleichen...,
YANG ist das Symbol für Funktion, Aktivität, Über-(Funktion), Außenseite, oben, ideel, energetisch, links, Feuer, Sommer, Tag, Fülle, laut, Körperoberfläche.
Klar ist, Yin und Yang sind übergeordnete Prinzipien, d.h. im Umgang mit den Begriffen der Mikrobiotik stellt Yin und Yang keine Wirkrichtung dar. Das bedeutet, das eine Wirkrichtung nach Innen oder nach Außen dadurch nicht definiert wird!
Yin ist Innen und Yang ist Außen. ein Verlagern von Yang nach Innen und Yin nach Außen stellt keine Wirkrichtung dieser übergeordneten Prinzipien dar, sondern im Sinne der Monade den wechselnden Rhytmus des Ineinanderübergehens. Dies geschieht durch die Wirkung der untergeordneten Prinzipien und der Energie, vorallem durch das Qi definiert.
Im Sinne des Gleichgewichtes von Yin und Yang heißt sies, das Yin ständig nach Außen und Yang ständig nach Innen transportiert wird. Daraus ergibt sich auch der stete Fluss zur Aufrechterhaltung des Gleichgewichtes von Yin und Yang. Eine Störung dieses Flusses führt zu Yin-/Yang- Mangel oder Fülle.

