Ayurveda ist "in" und immer mehr Therapeuten arbeiten hier in Deutschland mit Ayurveda.
Ich sehe da nur ein gewisses Problem, was die Übertragbarkeit der ayurvedischen Ernährungslehre auf uns hier in Deutschland angeht.
Meistens werden auf der Grundlage der drei Doshas Vata, Pitta, Kapha die indischen Ernährungsempfehlungen einfach übernommen.
Nur ist die indische Küche völlig anders, als unsere und ich bin der Meinung, dass es in diesem Fall nicht einfach übertragbar ist.
Ich habe mich intensiver mit der makrobiotischen Ernährungslehre beschäftigt und möchte aus dieser Sicht kurz schildern, was ich meine:
Unser Klima in Deutschland ist kalt, also Yin, die Ernährung sollte also optimal etwas Yang sein. Aus der Sicht der Makrobiotik ist daher alles gut, was hier in unserer Klimazone wächst: Gerste, Roggen, Weizen, Möhren, Kohl, Äpfel, Birnen usw. Nicht zu empfehlen, da sehr Yin sind z. B. Bananen, Ananas, Okra und sonstiges aus der orientalischen Küche.
Indien hingegen hat ein heißes Klima (Yang). Naturgemäß sollte dort die Ernährung mehr Yin sein. In einem heißen Klima also ist die Ernährung z. B. mit Südfrüchten durchaus okay, in einem kalten Klima, eher schwächend. Ganz zu schweigen von der ökologischen Unsinnigkeit, Nahrungsmittel, Obst und Gemüse so weit zu transportieren.
Es mutet mich von daher immer etwas seltsam an, wenn Ayurveda-Ernährungsberater in Deutschland ihren Klienten zu Papaya und Okraschoten raten....
Liebe Grüße

